Vorsicht vor Betrug, die häufigsten Maschen
Vorsicht vor Betrug bei der Wohnungssuche
Die Wohnungssuche kann verlockend sein, besonders bei günstigen Angeboten. Leider nutzen Betrüger genau diese Situation aus. Hier erfährst du, wie du dich schützen kannst.
1. Vorkasse-Trick
Ein Anbieter verlangt die Zahlung einer Miete oder eines Betrags für den Versand des Schlüssels aus dem Ausland. Nach der Überweisung meldet er sich nie wieder.
Warnsignal: Kontakt nur per E-Mail, kein persönliches Treffen möglich, Preis deutlich unter Marktwert.
Beispiel: Ein Anbieter auf eBay Kleinanzeigen fordert 500 € für den Schlüssel, Wohnung existiert nicht.
2. Nachnahmegebühr
Der Schlüssel wird per Nachnahme versendet, passt nicht oder die Wohnung existiert nicht. Die Kosten bleiben beim Empfänger.
Warnsignal: Anbieter drängt auf schnelle Nachnahme, verweigert persönliche Übergabe.
3. Vorkaution-Betrug
Schon vor Vertragsabschluss wird eine Kaution verlangt. Nach der Überweisung bricht der Kontakt ab.
Warnsignal: Forderung nach Überweisung auf ausländisches Konto, kein offizieller Mietvertrag.
4. Kosten für Besichtigung
Manche Anbieter verlangen Gebühren für Wohnungsbesichtigungen oder die Teilnahme an einer Vorauswahl.
Warnsignal: „Nur gegen Gebühr möglich“, keine Besichtigung vor Ort, Wohnung existiert gar nicht.
5. Phishing-Mails und gefälschte Portale
Gefälschte E-Mails oder Websites versuchen, persönliche Daten wie Passwörter oder Bankinformationen abzugreifen.
Warnsignal: Rechtschreibfehler, ungewöhnliche Links, Aufforderung zu Zahlungen außerhalb des Portals.
6. Personalausweis-Kopie
Betrüger fordern Ausweiskopien unter dem Vorwand, diese für den Mietvertrag zu benötigen. Diese Daten werden häufig für Identitätsdiebstahl genutzt.
Warnsignal: Aufforderung, Ausweis per E-Mail zu senden, kein offizieller Vertrag vorhanden.
7. Abwicklung über Plattformen
Zahlungen über Plattformen wie Airbnb oder eBay für klassische Mietwohnungen sind oft verdächtig.
Warnsignal: Vorauszahlungen außerhalb der Plattform, Anbieter drängt auf schnelle Überweisung.
8. Fake-Wohnungen und Scheinangebote
Extrem günstige Wohnungen, Zeitdruck oder viele Interessenten sind typische Tricks.
Warnsignal: Preis deutlich unter Marktwert, keine Besichtigung möglich, plötzlicher Wohnungswechsel aus „persönlichen Gründen“.
Checkliste für sichere Wohnungssuche
- Nur über seriöse Plattformen und offizielle Makler suchen
- Wohnung persönlich besichtigen oder jemanden vor Ort prüfen lassen
- Mietvertrag prüfen: Keine Vorauszahlungen ohne offiziellen Vertrag
- Keine sensiblen Daten herausgeben
- Misstrauisch bei ungewöhnlich günstigen Angeboten
- Zahlungen immer nachvollziehbar und auf offizielle Konten
Offizielle Anlaufstellen
- Polizei: Bei Verdacht auf Betrug Anzeige erstatten (polizei.de)
- Verbraucherzentrale: Beratung und Warnungen vor Betrug (verbraucherzentrale.de)
- Mieterschutzbund: Informationen zu Mietrecht und sicheren Verträgen (mieterschutzbund.de)
Tipps zum Schutz
- Niemals im Voraus zahlen ohne Überprüfung des Anbieters
- Keine sensiblen Daten wie Ausweis oder Bankverbindung herausgeben
- Misstrauisch bei extrem günstigen Angeboten oder Zeitdruck
- Verdachtsfälle bei Polizei oder Verbraucherzentralen melden
Weitere Tipps für eine sichere Wohnungssuche
- Bonitätsprüfung selbst durchführen: Lass dir vom Vermieter keine teuren Vorauszahlungen oder fragwürdigen „Bonitätsservices“ aufdrängen.
- Direkte Kommunikation bevorzugen: Telefonische oder persönliche Gespräche sind oft sicherer als nur E-Mail-Kontakt.
- Seriöse Portale nutzen: Plattformen wie ImmobilienScout24, Immonet oder lokale Maklerportale bieten mehr Schutz vor Betrug.
- Verträge prüfen lassen: Ein Anwalt oder der Mieterschutzbund kann Mietverträge auf unseriöse Klauseln prüfen.
- Screenshots und Dokumentation: Alle E-Mails, Nachrichten und Zahlungsbelege aufbewahren – hilfreich bei Betrugsfällen oder Anzeigen.
- Alarmzeichen bei Dringlichkeit: Wer unter Zeitdruck setzt oder behauptet, „andere Interessenten“ stünden schon bereit, versucht oft, die Entscheidung zu erzwingen.
- Verdächtige Angebote melden: Viele Portale haben eine Meldefunktion für unseriöse Inserate. So schützt du andere Interessenten.
- Vertrauenswürdige Kontakte nutzen: Freunde oder Familie können bei Besichtigungen begleiten oder prüfen, ob die Wohnung echt ist.
So tricksen Betrüger bei Wohnungsangeboten:
1. Die „Ana Fernández“-Masche
Ein angeblicher Vermieter namens „Ana Fernández“ gibt vor, viel im Ausland zu sein und daher keine Besichtigungstermine anbieten zu können. Interessenten werden aufgefordert, vorab eine Kaution von drei Monatsmieten über einen Treuhandservice wie TripAdvisor zu zahlen. Erst nach Zahlungseingang soll der Schlüssel versendet werden. In diesem Fall wurde ein gefälschtes Inserat mit Bildern einer real existierenden Wohnung verwendet, um Vertrauen zu erwecken Watchlist Internet.
2. Die „Airbnb-Abwicklung“
Betrüger geben vor, über Plattformen wie Airbnb eine Wohnung vermieten zu wollen. Sie behaupten, sich im Ausland aufzuhalten, und fordern Interessenten auf, die Kaution über einen Treuhandservice zu zahlen. Nach Zahlungseingang wird der Kontakt abgebrochen, und die Wohnung existiert nicht Verbraucherzentrale Deutschland.
3. Die „Western Union“-Falle
Ein vermeintlicher Vermieter gibt an, sich im Ausland aufzuhalten und bittet Interessenten, die Kaution über Western Union oder MoneyGram zu überweisen. Nach der Zahlung wird der Kontakt abgebrochen, und die Wohnung existiert nicht Verbraucherzentrale Deutschland.
4. Die „Fake-Immobilienagentur“
Betrüger treten als Immobilienagenturen auf und behaupten, Wohnungen im Ausland zu vermitteln. Sie verlangen Vorauszahlungen für Besichtigungen oder Reservierungen. Nach der Zahlung wird der Kontakt abgebrochen, und die Wohnung existiert nicht leo.tu-dresden.de.
5. Die „Kaution vor Besichtigung“-Masche
Ein angeblicher Vermieter gibt vor, sich im Ausland aufzuhalten und fordert Interessenten auf, die Kaution vorab zu überweisen, um die Wohnung zu reservieren. Nach der Zahlung wird der Kontakt abgebrochen, und die Wohnung existiert nicht Stiftung Warentest.
Wichtige Hinweise zum Schutz vor solchen Betrugsmaschen:
- Keine Vorauszahlungen leisten: Zahlen Sie niemals eine Kaution oder Miete, bevor Sie die Wohnung besichtigt haben und ein offizieller Mietvertrag vorliegt.
- Misstrauisch bei Dringlichkeit: Seien Sie vorsichtig, wenn der Vermieter Druck ausübt oder behauptet, sich im Ausland aufzuhalten und keine Besichtigung vor Ort möglich ist.
- Überprüfen Sie die Identität: Fordern Sie den Vermieter auf, sich auszuweisen, und prüfen Sie die Angaben sorgfältig.
- Nutzen Sie sichere Zahlungswege: Vermeiden Sie Zahlungen über unsichere Kanäle wie Western Union oder MoneyGram.
- Melden Sie Verdachtsfälle: Informieren Sie die Polizei oder die Verbraucherzentrale über verdächtige Angebote.


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